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Die Energiewende wird aufgrund der angekündigten Steigerung der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (“EEG-Umlage”) und der Netzentgelte erneut kontrovers diskutiert. Besonders stechen dabei die aktuellen Beiträge der FDP in Form von Aussagen von Rainer Brüderle hervor, der ein Ende des “Öko-Snobismus” fordert [1]. Des Weiteren will er einen Neubaustopp für Solaranlagen.

Bernd Schreiner, Umweltpirat und Direktkandidat im Wahlkreis 197, dazu: »Gerade jetzt, wo Solarstrom auf dem Weg ist, eine der kostengünstigsten Stromerzeugungsarten zu werden, will die FDP die Vormachtstellung der fossilen Energiewirtschaft bewahren. Es gibt kaum eine Stromerzeugungsart, deren Bereitstellungsprofil so gut zu unserem Strombedarf passt, wie Solarstrom.«

Statt ständig neuer Versuche, die beschlossene Energiewende abzuwürgen, ist die FDP und besonders die Bundesregierung gefordert, endlich ein Gesamtkonzept für die Energieversorgung vorzulegen. Ein wichtiger Bestandteil darin muss eine Förderung von Speichertechnologien sein, die die PIRATEN Thüringen bereits seit ihrem Landesparteitag 2011.1 fordern.
»Auch müssen endlich der Wärmebedarf und unsere Mobilität mit in die Betrachtung aufgenommen werden, denn auch dort steigen die Belastungen für viele Bürger enorm an«, gibt Schreiner zu bedenken.

Bei der Konferenz der Ministerpräsidenten auf Schloss Ettersburg bei Weimar in der vergangen Woche wurden endlich erste Schritte zu einer besseren Zusammenarbeit der Länder bei der Energiepolitik beschlossen, jedoch gab es weiterhin kein eindeutiges Bekenntnis gegen eine Deckelung des Zubaus von Solar- und Windkraftanlagen. [2]